Muk Yan Jong

Muk Yan Chong oder Mok Yan Chong („hölzerner Mann“ oder „Holzpuppe“)

Die „Hölzerner Mann“-Form, die meist auch einfach „Holzpuppenform“ genannt wird, erweitert das Arsenal von Techniken des Wing Chun-Schülers um zusätzliche niedrige Fußtritte, weitere Kombinationen von Handtechniken. Das Training an der „Wooden Dummy“ verfeinert die erlernten Grundtechniken des Schülers. Die genau definierte Anordnung der hölzernen Arme an dem Holzstamm zwingt den Schüler beim Training in die korrekte Winkelposition der Arme. Durch das Training am Widerstand verbessert  der Schüler die Anwendung der Schrittarbeit und der Kraftsteuerung aus den vorhergehenden Formen.

Die „Holzpuppe“ ist ein Hilfsmittel im Training. Der Anfänger kann seine Techniken an ihr ebenfalls trainieren, wie der Fortgeschrittene, der gerade die ganze „Holzpuppenform“ mit ihren Kombinationen lernt. Daher gibt es auch innerhalb der einzelnen Wing Chun-Schulen in Bezug auf diese Form keine Einigkeit darüber, ab wann sie im System unterrichtet wird und welchen Stellenwert sie hat.

Im Wing Chun-System Ip Man´s wurde die “Chong” nach der Chum Kiu unterrichtet. Die Biu Gee ist die Form, die Ip Man nur wenigen seiner Schüler gezeigt hatte. Die Reihenfolge der Formen ergibt sich durch ihre Funktion im Gesamtsystem. Während in der Holzpuppenform die Fußtechniken des Wing Chun gelehrt werden, gibt es in der Biu Gee fast gar keine Schrittarbeit mehr. Fußtritte werden in einer größeren Distanz und daher früher eingesetzt.

Die wichtigsten Techniken der Biu Gee – die stechenden Finger und der Ellbogen – sind sog. “Notfalltechniken”, die in einer viel kürzeren Distanz zum Gegner zum Einsatz kommen.

Die passende DVD zur Holzpuppe und das Buch über die Muk Yan Jong können Sie beziehen unter www.wingchundao.de

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